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Salemer Bodenseeschrank aus Kirschbaum

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  • 103
  • um 1820
  • Barock/Louis-Seize
  • Umkreis Salem am Bodensee
  • unrestauriert. Wird gerade restauriert.
  • Kirschbaum
  • mittig teilbar
  • 2
  • 6 Stück (innen)

Maße:

  • 207 cm
  • 178,5 cm
  • 54,5 cm
  • 45 cm
Dieser Salemer Bodenseeschrank wird gerade restauriert. Fertigstellung voraussichtlich Mai... mehr
Salemer Bodenseeschrank aus Kirschbaum

Dieser Salemer Bodenseeschrank wird gerade restauriert. Fertigstellung voraussichtlich Mai 2021.

Salemer Bodenseeschrank aus massiven Kirschbaum mit feinen Louis-Seize Schnitzereien und Punzierungen, unrestaurierter Zustand, von ca. 1820. Der Korpus steht auf gedrückten Kugelfüßen und zeigt breit abgeschrägte Vorderkanten. Die Front zeigt zwei geschweifte Türen, deren oberer Abschluss zur Mitte hin geschweift ausgearbeitet sind. Zwischen den Türen befindet sich ein schwenkbares Mittelbrett. Das geschweifte, gebrochene und stark gekehlte Kranzgesims endet in gegeneinandergestellten Voluten. Diese Voluten werden umgangssprachlich auch als Schnecken bezeichnet. Deshalb spricht man auch von einem Schneckenschrank. Die Schrankseiten sind in Rahmen- und Füllungsbauweise gefertigt worden. Der Schrank besteht aus zwei Korpushälften, die in der Mitte mit Holzkeilen verbunden werden. Dieser Salemer Schrank zeichnet sich durch seine äußerst qualitätsvoll ausgearbeiteten Schnitzereien im Louis Seize Stil aus. Zudem sind einige Flächen und kleine Details mit Punzierungen geschmückt.

Wenn wir die rechte Tür aufschließen, lässt sich ein Riegel betätigen, der die linke Tür öffnet. Sind beide Türen geöffnet, lässt sich das Mittelbrett aufschwenken. Dahinter wird ein hochrechteckiger Schubladenkasten sichtbar, der 6 kleine Schübe mit gedrechselten Knöpfen beherbergt. Dieser Schubladenkasten bildet die Mittelwand zwischen beiden Korpuselementen. Links und rechts im Korpus sind jeweils 4 Fachböden eingelegt. Die darüber befindliche Hutablage ist in der Mitte teilbar. Das Schloss und der Schlüssel sind original zugehörig. Die optisch sehr ansprechenden Schlüsselschilder aus geprägtem Messing stammen aus unserem Fundus. Zu sehen sind Sonne, Mond und Sterne, die sich in einem Kreis um das Schlüsselloch gruppieren.

Die geschweiften Türen wurden mit Messing Fitschenbändern angeschlagen. Dadurch lassen sich die Türen um ca. 180° öffnen. Deren Füllungen sind doppelt abgeplattet und mit einem umlaufenden Flechtband beschnitzt. In den Zwickeln des Flechtbands sehen wir kleine Quadrate, die eine Blüte aufweisen. Die oberen Füllungen zeigen jeweils eine blumengeschmückte Urne. Die unteren weisen eine runde Kartusche mit einer Urne und Blumen auf. Darunter und darüber befindet sich jeweils ein Feston. Den oberen Abschluss dieser Schnitzwerke bildet eine Louis Seize Schleife. Die feinen Schnitzereien an den Korpusabschrägungen und dem Mittelbrett sind fast identisch gestaltet. Zu sehen sind jeweils drei Blüten der Sonnenblume sowie zwei Felder mit Blütenzweigen, deren Hintergrund punziert ist. Punzierungen sind auch an den Schnecken des Kranzprofils zu sehen.

Auf allen historischen Salemer Schränken, die wir bisher in unserem Sortiment hatten oder gesehen haben, war das Symbol der Sonnenblume mehrfach in Form von Schnitzereien vertreten. Kloster Salem war im Besitz des Zisterzienser-Ordens. Die Sonnenblume symbolisiert die Ausrichtung der Zisterzienser zum Licht/Gott. Daraus erklärt sich die häufige Verwendung der Sonnenblume als Dekorationsmittel. Salemer Schränke wurden bis zur Säkularisation im Jahre 1802 in der Klosterschreinerei gefertigt. Anschließend wurde dieser Möbeltypus auch in umliegenden Schreinereien hergestellt.

Zustand und Restaurierungsmaßnahmen

Die Fotoreihe dokumentiert den guten unrestaurierten Zustand und die weitgehende Zerlegbarkeit. Mit der Restaurierung haben wir schon begonnen. Obige Beschreibung bezieht sich auf den restaurierten Zustand. Der Kirschbaum Bodenseeschrank wird von uns mit einer Schellackpinselpolitur versehen, die eine seidenmatte Oberfläche ergibt. Den Innenraum pinseln wir mit Schellack aus, dadurch wird dieser geruchsneutral und pflegeleicht. Ergänzungen im Zuge der Restaurierung: horizontal angebrachter Riegel, der die linke Tür verriegelt; ein aus der Zeit stammender Fallriegel, der das als Tür fungierende Mittelbrett verriegelt; geprägte Schlüsselschilder, die aus der Entstehungszeit des Bodenseeschranks stammen, aber nicht original zugehörig sind und die auf den Querfriesen der Türen zu sehenden, fein reliefierten, stilechten Messingknöpfe, deren qualitätsvollen neuzeitlichen Güsse von einer Gürtelmacherin stammen. Der Bodenseeschrank stand nach der Angabe der Vorbesitzer mit hoher Wahrscheinlichkeit im Schloss Sigmaringen. Nach der Restaurierung kommt der Farbton des Kirschbaumholzes und die Maserung wieder schön zur Geltung.

 

 

 

Objektart: Schränke
Zustand: unrestauriert
Höhe: 207
Breite: 178,5
Tiefe: 54,5
Innentiefe: 45
Alter: 19. Jahrhundert, 1810-1830
Stil: Barock, Spätbarock & Neobarock, Louis Seize
Holzarten: Kirschbaum
Ausstattung: Fachböden, Geheimfächer, Schublade(n), Türe(n)
Gestaltungselemente: Schnitzereien
Oberflächenbehandlung: Unrestaurierte Oberfläche
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