PREIS ANFRAGEN

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Antiquitäten am Bodensee
14 Tage Rückgaberecht
Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 9-16 Uhr
 
Dieser Artikel steht derzeit nicht zur Verfügung!

Louis Seize Kommode intarsiert, aus Kirschbaum, Umkreis Christopf Hopfengärtner Bern um 1800

6.500,00 €

Versand- und Lieferkosten

Dieses Objekt ist nicht mehr lieferbar. Wenn Sie ein vergleichbares Objekt suchen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

  • 402
  • um 1800
  • Louis Seize
  • alt-restauriert, sehr guter Erhaltungszustand
  • 2

Maße:

  • 86,5 cm
  • 117,8 cm
  • 58 cm
Louis Seize Kommode aus Kirschbaum mit zwei Schubladen, reichhaltig intarsiert, Umkreis... mehr
Louis Seize Kommode intarsiert, aus Kirschbaum, Umkreis Christopf Hopfengärtner Bern um 1800

Louis Seize Kommode aus Kirschbaum mit zwei Schubladen, reichhaltig intarsiert, Umkreis Christoph Hopfengärtner, Bern um 1800.
Auf hohen gedrechselten und geschnitzten Kirschbaumbeinen ruht ein zweischübiger Korpus mit aufschlagenden Schubladenfronten. Diese werden von intarsierten Viertelstäben flankiert, die in den vorderen Korpusecken zurückversetzt eingelassen sind. In diese sind Mooreiche, Ahorn, Buchsbaum und Nussbaum diagonal eingelegt. Der obere und untere Abschluss vom Korpus zeigt ein breites Band aus stehend aufgelegtem, großflächigen Ahorn- und Zwetschge Sägefurnier. In die Zwetschge wurde jeweils mittig ein rundes Ahornholz eingelegt.
Die beiden Schubladenfronten weisen im Zentrum einen achtstrahligen Faltstern aus Mooreiche und Buchsbaum auf. Links und rechts von ihnen sind Kirschbaumfelder, die von Intarsienbändern gerahmt werden. Bei dem dunklen Holz handelt es sich um Hirnholz der Mooreiche. Die stilisierten Perlleisten sind aus Buchsbaum eingelegt. Gerahmt wird die Mooreiche ebenfalls von Buchsbaum-Fadenintarsien.
Die Seitenwände sind je mit einem Feld aus vierfach gespiegeltem Nussbaum gestaltet. Im Zentrum befindet sich ein vierstrahliger Faltstern aus Mooreiche und Buchsbaum. Ein geometrisch aufwendig gestaltetes Intarsienband aus Ahorn und Mooreiche bildet den Rahmen.
Auf der Kommodenplatte befindet sich ein quadratisches, zweifach gespiegeltes Buchsbaumfeld, welches von einem Band aus Mooreiche und Buchsbaum gerahmt ist. Die beiden großen Felder auf der Kommodenplatte sind genauso gestaltet, wie die Felder auf den Seitenteilen. In der oberen Schublade befindet sich ein original zugehöriges Kastenschloss. Die untere Schublade war nie mit einem Schloss ausgestattet. Die Schlüsselschilder und Handhaben sind sekundär. Stilistisch passen sie jedoch zu dieser Kommode gut dazu.
Die Kommode ist in einem erfreulich guten, alt-restaurierten Zustand. Das Sägefurnier ist bis zu 4 mm stark. In Ihrem jetzigen, nicht perfekt restauriertem Zustand hat sie einen ganz besonderen Charme. Dem konnten wir uns anfangs schwer entziehen und haben immer wieder bewundernd davor gestanden. Diese Kommode gehört zu den Objekten, bei denen bei dem Gedanken an den Verkauf ein wenig Wehmut aufkommt. Wann werden wir wieder die Gelegenheit bekommen, ein vergleichbares Objekt zu erwerben.


Als Minimalanforderung an eine Restaurierung sehen wir das Herunterleimen von sich etwas ablösenden Furnierteilen.


Der Stuttgarter Schreiner Christoph Hopfengärtner (Meister in Bern 1792) interpretierte mit seinen ungewöhnlichen Intarsienarbeiten den Louis Seize Stil auf eine ganz eigene Art. Diese Möbel verbreiteten sich hauptsächlich in der Nordschweiz und der nördlichen Bodenseeregion. Die Kommode schreiben wir seinem künstlerischen Umfeld zu. Wir schließen nicht aus, dass sie aus seiner Werkstatt stammt.

Literaturhinweis: Christoph Hopfengärtner und Zeitgenossen, Schloss Jegensdorf Ausstellung 1986, Bernisches Mobiliar des Klassizismus
Weitere Informationen zu dem Künstler finden Sie unter Christopf Hopfengärtner.

Objektart: Kommoden & Halbschränke
Zustand: wohnfertig, alt-restauriert
Höhe: 86,5
Breite: 117,8
Tiefe: 58
Alter: 19. Jahrhundert, 1780-1810
Stil: Louis Seize
Holzarten: Kirschbaum, Nussbaum
Ausstattung: Schublade(n)
Gestaltungselemente: Gespiegelte Furnierbilder, Intarsien
Oberflächenbehandlung: Unrestaurierte Oberfläche
Verkauft
Seltener Intarsienschrank von 1805 Seltener Intarsienschrank von 1805
8.790,00 €
In den Warenkorb
- 1.950,00 €
Verkauft
Uriger Schrank, 17. Jahrhundert Uriger Schrank, 17. Jahrhundert
890,00 €
In den Warenkorb
- 1.680,00 €