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Bedeutende Barockkommode mit Landschafts- und Architekturdarstellungen, Thüringen um 1750

14.800,00 €

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  • A166
  • um 1750
  • Barock/Rokoko
  • Thüringen/Erfurt
  • guter Erhaltungszustand
  • Nussbaum Sägefurnier auf Nadelholz, Marketerien aus verschiedenen Edelholzern, teils graviert und gefärbt.
  • Alte Oberfläche mit Alters- und Gebrauchsspuren
  • 3

Maße:

  • 87 cm
  • 130 cm
  • 74 cm
Bedeutende Barockkommode mit eingelegtem Bandelwerk , Rocailles, Blüten und... mehr
Bedeutende Barockkommode mit Landschafts- und Architekturdarstellungen, Thüringen um 1750

Bedeutende Barockkommode mit eingelegtem Bandelwerk, Rocailles, Blüten und Landschaftsdarstellungen, hergestellt in Erfurt/Thüringen um 1750. Diese Barockkommode befindet sich in einem guten Erhaltungszustand mit Alters- und Gebrauchsspuren. Liebhaber von historischen Möbeln mit Patina, die sich nicht an dem ein oder anderen leicht angehobenen Furnier stören, können diese Kommode gut im Istzustand aufstellen und verwenden. Gerne bieten wir Ihnen auch eine schonende Restaurierung an.

Diese reichhaltig eingelegte Barockkommode steht auf vier gedrechselten Füßen. Die Front ist mehrfach stark ausgeprägt geschweift, die Seiten zeigen eine elegante, leichte Schweifung, die zu den Seiten hervortritt. Ungewöhnlich ist die optische Aufteilung der Kommode in drei Etagen. Die gerundeten Traverse zwischen den Schubladen laufen über die Kommodenseiten weiter. Dadurch ist nicht nur die Front vertikal dreifach gegliedert, sondern auch die Seiten.

Als Grundfurnier wurde Nussbaum Sägefurnier auf Nadelholz aufgelegt. Verschiedene Edelhölzer wurden für die Marketerie verwendet, die teils gefärbt und graviert sind. Auf der Kommodenplatte sehen wir im Zentrum ein vierfach gespiegeltes Nussbaumfurnier, welches in Form einer Kreuzfuge aufgelegt ist. Diese Fläche wird von Bandelwerk umschlossen, aus deren Ecken und Enden Blätter und Blüten mit verschiedenfarbigen Gravuren entspringen. Die äußere Rahmung wird durch einen breiten Rahnd aus querfurniertem Nussbaum-Sägefurnier gebildet. Die Plattenkante besteht aus einem eleganten, abgesetzten Viertelstab aus stehendem Zwetschgenholz. Bei den eingelegten Blättern und Stilen sind Reste von einer grünen Färbung zu sehen. Hier dürfte es sich um Pappelholz handeln, welches von dem Pilz "Grünspanbecherling" verfärbt wurde. Dieses Holz wurde bereits schon in der Renaissance speziell für farbige Einlagen gesammelt. Durch UV-Licht verblasst die Farbe oberflächlich. Würde man das Holz schleifen, käme die grüne Farbe wieder hervor.

Die mehrfach geschweiften Schubladenfronten sind mit sekundären Messingbeschlägen ausgestattet, die jedoch stilistisch gut passen. Die Holzflächen zeigen eine aufwendige Marketerie. Seitlich der Schlüsselschilder sind verschiedene Landschaftsdarstellungen eingelegt und graviert. Die Landschaften sind mit Hügeln, Bäumen, Flüssen, Häusern, Burgen, Ruinen und Personen gestaltet. Auch hier sind teils grüne Färbungen in den Furnieren erkennbar, z.B. in den Baumkronen. Nach außen hin folgen vertikale Rocailles-Darstellungen, die in den schmalen, abgesetzten Flächen eingelegt sind und ebenfalls Gravuren zeigen. Darauf folgen die asymmetrischen Zugbeschläge, die ebenfalls mit Rocailles geschmückt sind. Im äußeren Bereich der Schubladen finden sich eingelegte Blumen, die aus Rocailles-Ornamenten entspringen. Auch hier ist wieder eine leichte Grünfärbung in den Stilen und Blättern zu sehen. Die Blüten sind verschiedenfarbig koloriert. Die elegant geschweiften Korpusseiten sind in drei Ebenen gegliedert und zeigen sehr geometrisches Bandelwerk, aus deren Spitzen gravierte Blätter und Blüten entspringen. Diese sehr besondere Barockkommode befindet sich in einem guten Erhaltungszustand. Alle drei Schlösser und auch der Schlüssel sind original zugehörig. Wir freuen uns, Ihnen dieses Möbel anbieten zu dürfen.

 

Vergleiche:

Im Jahre 2014 wurde im Auktionshaus Hampel eine fast identische Kommode versteigert. Es handelt sich um eine baugleiche Kommode mit einer fast identischen Marketerie, ebenfalls mit gravierten und kolorierten Blüten. Lediglich die Landschaftsdarstellungen auf den Schubladenfronten sind unterschiedlich zu der hier präsentierten Kommode. Vergleicht man das Furnierbild im Zentrum der Kommodenplatte, ist erkennbar, dass dieses Furnier die gleiche Maserung zeigt und ursprünglich aus dem gleichen Nussbaumstamm gesägt wurde, wie bei der hier präsentierten Kommode. D.h. die hier vorgestellte Kommode wurde ursprünglich als ein Kommodenpaar gefertigt. 

Restaurierung auf Kundenwunsch

Durch unsere Restaurierungswerkstatt können wir Ihnen eine qualifizierte/fachgerechte Restaurierung für dieses Möbelstück anbieten. Gerne gehen wir auf Ihre individuellen Wünsche ein.

Objektart: Kommoden & Halbschränke
Zustand: unrestauriert
Höhe: 87
Breite: 130
Tiefe: 74
Alter: 18. Jahrhundert, 1700-1779
Stil: Barock, Spätbarock & Neobarock
Holzarten: Nussbaum
Ausstattung: Schublade(n)
Gestaltungselemente: Gespiegelte Furnierbilder, Gravuren, Intarsien, Marketerien
Oberflächenbehandlung: Unrestaurierte Oberfläche
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