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Barocke Lack-Kommode mit Chinoiserien

7.800,00 €

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  • 411
  • um 1800
  • Barock
  • Niederlande
  • unrestaurierter Originalzustand
  • Nadelholz
  • Chinoiserie Dekor, Gold auf schwarzem Fond
  • 4

Maße:

  • 83,5 cm
  • 94,5 cm
  • 53,7 cm
Mit großem Stolz können wir Ihnen eine sehr seltene Lack- Kommode mit Chinoiserien... mehr
Barocke Lack-Kommode mit Chinoiserien

Mit großem Stolz können wir Ihnen eine sehr seltene Lack-Kommode mit Chinoiserien präsentieren:

Barocke Lack-Kommode mit Chinoiserie-Dekor, Gold auf schwarzem Fond, Niederlande um 1800. Die vierschübige Lack-Kommode steht vorne auf geschweiften und über Eck ausgestellten Stollen, die im unteren Ende volutenförmige Füße ausbilden. Diese Gestaltungsform ist charakteristisch für niederländische Barock Möbel. Die Stollen sind dreiseitig mit floraler Goldmalerei und erhabenen Blüten verziert und bilden gleichzeitig die Lisenen. Die hinteren Füße sind brettförmig gestaltet und an der Innenkante leicht geschweift. Eine mehrfach geschweifte Schürze mit einem vollplastischen, vergoldeten Halbrundwulst bildet den unteren Abschluss der Korpusfront. An den Seiten ist der untere Abschluss in gleicher Weise gestaltet. Die Kommodenfront mitsamt den auf englischen Führungen laufenden Schubladen ist mehrfach geschweift ausgearbeitet.

Die Schubladenfronten der Lack-Kommode sind dekorativ mit Chinoiserien gestaltet. Die bronzefarbene Malerei ist flach gehalten und setzt sich deutlich von der erhabenen Malerei ab. Zu sehen sind ostasiatische Genredarstellungen mit Garten, Brücke, Pagoden, Menschen und Tieren. Die originalen Handhaben und Schlüsselschilder aus Messing mit feinen Gravuren fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Die originalen zierlichen Einlass-Schlösser sind innen mit GS gestempelt und dürften aus einer englischen Fertigungsserie stammen. Innen sind die Schubladen mit einer Tapete ausgeschlagen, die ein florales Muster zeigt.

Die Seitenteile der barocken Lack-Kommode sind mit floraler, bronzefarbener Malerei mit kleinen Vögelchen geschmückt. Die Kommodenplatte ist mehrfach geschweift und zeigt in allen vier Ecken abgesetzte Rundungen. Die Fläche der Kommodenplatte zeigt eine idealisierte ostasiatische Gartenszene mit flacher- und erhabener Malerei. Diese lebt von Einzeldarstellungen, die ein stimmiges Gesamtkunstwerk bilden. So finden sich im Hintergrund fein gemalte Pagoden und Gebäude, die auf einer Insel positioniert sind. Eine geschwungene Brücke mit Reiter und Menschen darauf verbindet die Insel mit dem Festland. Im Vordergrund auf der Wasserfläche sind Enten und ein Schwan zu finden. Der Himmel dieser Szene zeigt überdimensionierte Blumenzweige mit erhaben gestalteten Blüten und kreisenden Vögeln. Ein besonderes Augenmerk ist auf den ausnehmend schönen Schmetterling zu richten, der mehrfarbig gestaltet wurde.

Die Kommode ist in einem erstaunlich guten, unrestaurierten Originalzustand. Bei unserer intensiven Begutachtung haben wir keinerlei Ergänzungen feststellen können. Diese barocke Lack-Kommode bieten wir in diesem Zustand an. Die Restaurierung sollte von einem Restaurator vorgenommen werden, der auf die Restaurierung von Lack-Möbel spezialisiert ist. Auf Wunsch empfehlen wir Ihnen eine verlässliche und kompetente Restaurierungswerkstatt, wenn möglich in Ihrer Region. Konstruktive und funktionelle Arbeiten sowie die Reinigung der Oberfläche bieten wir gerne in unserer eigenen Restaurierungswerkstatt an.

Vergleichbare Objekte aus Asien oder in Europa gefertigte Lack-Möbel sind im internationalen Kunsthandel zu finden. Das Angebot ist sehr überschaubar. Unter den Museen dürfte das Museum für Lackkunst in Münster mit seinem Bestand international einen Spitzenplatz einnehmen. Die ersten Lackarbeiten dürften in China entstanden sein. Seit dem 11. Jahrhundert sind diese in islamischen Ländern nachweisbar. In Italien kennt man diese seit dem 16. Jahrhundert. Im 17. und 18. Jahrhundert waren sie in Adelshäusern des deutschsprachigen Kulturkreises sehr beliebt. Anfangs wurden Tafeln mit Lackarbeiten aus China importiert. Bei der Herstellung von Möbeln wurden diese Tafeln dekorativ integriert. Heimische Künstler übernahmen Techniken der dekorativen Lackkunst und orientierten sich auch an chinesischen oder japanischen Arbeiten. Teilweise wurden Stiche und Holzschnitte als Vorlage benutzt. Berühmt im Bereich der Lack-Möbel wurde die Berliner Hofwerkstatt der Gebrüder Dagly und Martin Schnell, die in Dresden für den Hof von August den Starken arbeiteten.

Literaturhinweis: Kepplin, Monika: European Lacquer Selected works of the Museum für Lackkunst Münster, Hirmer Verlag ISBN 978- 3- 7774- 8930- 8 Abb. Seite 216

 

Objektart: Kommoden & Halbschränke
Zustand: unrestauriert
Höhe: 83,5
Breite: 94,5
Tiefe: 54
Alter: 19. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, 1780-1810
Stil: Barock, Spätbarock & Neobarock
Ausstattung: Schublade(n)
Gestaltungselemente: Gravuren, Schnitzereien, Schwarze Zierelemente
Oberflächenbehandlung: Unrestaurierte Oberfläche, Vergoldet
Verkauft
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